Urban E‑Bike · 6. Oktober 2026
Beim Raymon Numa 2027 steckt die entscheidende Wahl nicht in der Farbe, sondern im Antrieb: Pure fährt mit OLI und 504 Wh, Pro, Ultra und Ultimate setzen auf Panasonic mit 720 oder 800 Wh. Dazu kommen drei unterschiedliche Schaltkonzepte.
Die wichtigste Trennlinie: OLI oder Panasonic?
Alle vier Modelle teilen den tiefen Wave-Rahmen, eine aufrechte Sitzposition, hydraulische Scheibenbremsen und einen MIK-HD-Gepäckträger mit 27 Kilogramm Freigabe. Auch das zulässige Gesamtgewicht liegt laut Raymon bei 140 Kilogramm. Trotzdem fahren sich die Ausstattungsstufen nicht wie bloße Varianten desselben Rads.
Das Raymon Numa Pure 2027 nutzt den kompakten OLI PICO mit 70 Nm und einen entnehmbaren 504-Wh-Akku. Pro, Ultra und Ultimate wechseln zum Panasonic GXM. Damit steigen Drehmoment und Akkukapazität deutlich – zugleich ändern sich Schaltung, Riemenantrieb und Einsatzprofil.
Pure oder Pro: Wann lohnt der Systemwechsel?
Der Unterschied lässt sich nicht auf 70 gegen 100 Nm reduzieren. Beim Pure arbeitet eine klassische Shimano-Acera-Kettenschaltung. Das Pro kombiniert dagegen eine Shimano-Nexus-Nabe mit Gates-CDX-Riemen. Für den täglichen Arbeitsweg bedeutet das weniger offene, schmutzempfindliche Antriebsteile und eine Bedienung, die stärker auf unkomplizierten Stadtbetrieb zielt.
Auch der Akku wächst von 504 auf 720 Wh. Das ist vor allem dann relevant, wenn längere Pendelstrecken, viele Höhenmeter, häufige Zuladung oder weniger Ladepausen zum Alltag gehören. Wer überwiegend kurze bis mittlere Strecken fährt und eine vertraute Kettenschaltung bevorzugt, bekommt mit dem Pure dagegen das geradlinigere Konzept.
Ultra oder Ultimate: Was bringt das Topmodell?
Das Raymon Numa Ultra 2027 übernimmt Motor, Nexus-Nabe und Riemenantrieb des Pro, kombiniert sie aber mit 800 Wh. Damit ist es die logische Stufe für lange Wege, wenn das Schaltkonzept des Pro passt.
Das Raymon Numa Ultimate 2027 setzt beim gleichen Akkunennwert anders an: Raymon nennt 110 Nm und Enviolo CliQ Pro. Der Mehrwert liegt damit nicht in zusätzlicher Akkukapazität, sondern in der stärkeren Abstimmung und einem anderen Bedienkonzept. Das macht das Ultimate interessant, wenn maximale Komfortorientierung wichtiger ist als möglichst geringes Gewicht.
Das Raymon Numa Pro 2027 bleibt dazwischen die ausgewogene Wahl: Es bringt bereits den Panasonic-Antrieb und den Riemen mit, ohne automatisch den größten Akku der Familie mitzunehmen.
Für wen passt welches Raymon Numa 2027?
- Pure: kurze bis mittlere Alltagswege, vertraute Kettenschaltung, moderate Höhenmeter und ein möglichst einfacher Einstieg in die Familie.
- Pro: regelmäßiges Pendeln, mehr Steigungen oder Zuladung sowie der Wunsch nach Nabenschaltung und sauberem Riemenantrieb.
- Ultra: das Pro-Konzept mit größerer Energiereserve für lange Arbeitswege und ausgedehnte Wochenendrunden.
- Ultimate: 800 Wh, stärkste GXM-Abstimmung und Enviolo CliQ Pro für die komfortorientierte Spitzenvariante.
Ein Detail, das kleinere Fahrer beachten sollten
Raymon bietet die Numa-Familie grundsätzlich mit tiefem Einstieg an. Beim Pure reicht das offizielle Angebot bis Größe XS; dort verwendet Raymon proportional abgestimmte 26-Zoll-Laufräder. Das ist mehr als eine niedrigere Einstiegshöhe: Kleinere Laufräder können Geometrie und Schwerpunkt stimmiger zur kleinen Rahmengröße halten.
Für die konkrete Größen- und Modellauswahl sollte trotzdem jedes Rad einzeln betrachtet werden. Motor, Akku und Schaltung entscheiden über den Einsatz, die richtige Rahmengröße über Kontrolle und Komfort. Die gesamte Auswahl findest du auf der Raymon Markenseite.
Fazit
Beim Raymon Numa 2027 markiert das Pure den alltagstauglichen Einstieg mit OLI, 504 Wh und Kettenschaltung. Pro und Ultra richten sich mit Panasonic GXM, Nabenschaltung und Riemen an häufige Fahrer; der größere Akku ist der entscheidende Ultra-Vorteil. Das Ultimate setzt seine zusätzliche Technik dagegen in Komfort und Antriebsabstimmung um. Wer zuerst Strecke, Steigungen, Ladealltag und Pflegewunsch klärt, findet innerhalb der Familie schneller das passende Konzept.